In seinem Vortrag setzte sich Dr. Coors besonders mit den ethischen Fragen zum Umgang mit der Demenz auseinander. Eine Demenzerkrankung stellt für den Betroffenen, aber auch für die Angehörigen, immer eine große Herausforderung dar.

Die heutige Medizin hat Möglichkeit durch bestimmte Tests zu erkennen, ob jemand die Veranlagung hat an einer Demenz zu erkranken. Aber wie gehe ich mit dieser Möglichkeit einer vorhersagenden (prädiktiven) Diagnose um? Will ich überhaupt wissen, ob ich vielleicht irgendwann erkranken könnte?

Oder wie sieht es mit den Patiententestamenten aus, die vor der Erkrankung verfasst wurden? Ist es weiterhin bindend oder gilt die aktuelle Willensäußerung?

Wie wird man den Erkrankten bei der Pflege und Betreuung mit ihren Bedürfnissen gerecht? Ist eine geschützte Einrichtung besser als die Integration in der Gesellschaft? Kann uns das gelingen und wie? Letztlich gibt es keine eindeutigen Antworten auf all diese Fragen, außer der Gewissheit, dass Betroffene das Verständnis und die Zeit ihrer Angehörigen und Pflegenden benötigen.

Durch all diese spanenden Fragen und Denkanstöße während seines Vortrages vermittelte Dr. Coors den interessierten Zuhörern einen differenzierten Blick auf die möglichen ethischen Probleme und ermutigte in der anschließenden Diskussionsrunde, sich mit dem Thema weiterhin auseinanderzusetzten.

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