Fachtag der Kinderhospizarbeit

Um Familien mit schwerstkranken Kindern zu begleiten und unterstützen benötigt es Fachwissen, aber vor allem Einfühlungsvermögen und innere Stabilität.

Wichtig dafür sind Weiterbildung, Supervision und Austausch. Die besonders ausgebildeten Kinder- und Jugendhospizbegleiterinnen des DASEIN-Hospiz Nienburg trafen sich dazu mit anderen Ehrenamtlichen aus den Hospizdiensten Walsrode, Soltau und Heidekreis Nord zu einem Fachtag der Kinderhospizarbeit. Sie alle begleiten, oftmals über viele Jahre, Familien mit lebensverkürzt erkrankten Kindern in deren häuslichem Umfeld.

Am Vormittag konnten die Teilnehmenden in einer Supervision belastende Situationen schildern, Erfahrungen reflektieren und neue Perspektiven entwickeln. Nach einem gemeinsamen Mittagessen hatten die drei ausrichtenden Hospizdienste Frau Ellen Matzdorf aus Oldenburg zu einem fachlichen Vortrag eingeladen.

Frau Matzdorf ist Hebamme, die aus ihren eigenen Erfahrungen heraus den Beruf der Bestatterin ergriffen hat. Wie belastend sie es findet, dass Familien deren Kinder rund um die Geburt versterben, häufig nicht genug Raum, Zeit und Halt finden, um individuell Abschied nehmen zu können schildert sie eindrücklich in ihrem Buch „Vom ersten bis zum letzten Atemzug“. Den anschließenden fachlichen Austausch empfanden alle Teilnehmenden als sehr wertvoll.

DASEIN-Hospiz Nienburg begleitet schwerstkranke Kinder und Jugendlich ab dem Tag der Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung. Die Ehrenamtlichen unterstützen und entlasten die Familien oft über viele Jahre im Alltag, in Krisen und in der Trauer.

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