16. Hospiz- und Palliativtag
Assistierter Suizid – ein Thema mit vielen Fragen
Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2020 ist die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung in Deutschland nicht mehr grundsätzlich verboten. Dennoch bleiben viele Fragen offen: Was ist möglich? Was ist rechtlich zulässig? Wo liegen die Grenzen? Und an wen kann man sich mit seinen Fragen wenden?
Selbst unter Fachkräften besteht bei diesem sensiblen und komplexen Thema nach wie vor Verunsicherung. Mit unserer Veranstaltung möchten wir dazu beitragen, Unsicherheiten abzubauen, Informationen zu vermitteln und Raum für eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema zu geben.
Als Referenten konnten wir Dr. Sven Schwabe, wissenschaftlichen Mitarbeiter am Institut für Allgemein- und Palliativmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover, gewinnen. Er leitet das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Forschungsprojekt ASEP, das sich mit der aktuellen Praxis der Suizidassistenz in Deutschland beschäftigt. In seinem Vortrag beleuchtet Dr. Schwabe sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die praktische Seite der Suizidassistenz. Dabei geht es unter anderem um Fragen wie:
An wen kann oder muss ich mich wenden, wenn ich über assistierten Suizid nachdenke?
Wie kann eine Suizidassistenz in der Praxis ablaufen?
Was geschieht nach dem Versterben?
Welche Kosten können entstehen und wer trägt diese?
Nach einer Pause, in der wir die Teilnehmenden zu einem Austausch bei Kaffee und Kuchen einladen findet eine Podiumsdiskussion bei der unterschiedliche Perspektiven wie eine Hausärztin, eine Seelsorgerin, eine Sprecherin des Ethikkomitees, die Angehörige einer Verstorbenen, die Suizidassistenz in Anspruch genommen hat, sowie der Referent zu Wort kommen statt. Ergänzt wird die Runde durch eine Vertreterin bzw. einen Vertreter unseres Vereins, die oder der die hospizliche Perspektive einbringt. Auch die Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, ihre Fragen einzubringen und mit den Podiumsgästen ins Gespräch zu kommen.
Der Eintritt ist wie immer kostenlos.
Die Veranstaltung wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung sowie den Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen.
Bitte melden Sie sich bis zum 5. Oktober 2026 an:
Telefon: 05021 889369
E-Mail: info@dasein-hospiz.de
Hier finden Sie auch den Flyer zum Download.
Wir freuen uns auf viele Teilnehmende und einen offenen, informativen und respektvollen Austausch zu einem Thema, das uns alle berühren kann.
