Jeder hat seinen eigenen Klang

Mit freundlicher Unterstützung der Bollmann-Stiftung konnten die ehrenamtlichen Begleiterinnen des DASEIN-Hospiz Nienburg auch in diesem Jahr wieder ein Fortbildungswochenende in der ev. Akademie Loccum verbringen.

Gemeinsam mit dem Dozenten Dr. Heinrich Dickerhoff, schauten die 22 Frauen auf wichtige Lebensthemen, wie z.B. seinen eigenen Weg zu finden oder sich seinen Lebens – und Albträumen zu stellen. Auch die Überprüfung der inneren Haltung und das Loslassen zur rechten Zeit wurden  überdacht und geübt.

Dr. Dickerhoff verdeutlichte anhand von spannend erzählten Märchen, wie wichtig es ist, seinen eigenen Weg zu finden und letztlich sich zu trauen, ihn auch zu gehen. „ Auch in der Hospizarbeit muss man Haltung beweisen, muss sich trauen, und es ist wichtig, geerdet im Leben zu stehen. Nur so kann  man andere gut am Lebensende begleiten“, stellte der Referent dabei klar.

Beim Bogenschießen am Samstag veranschaulichte der Dozent dann ganz praxisnah das Zusammenspiel von Haltung, Spannung und Entspannung, von Festhalten und rechtzeitigem Loslassen. Gerade das Loslassen ist eines der wichtigsten Elemente in der hospizlichen Sterbebegleitung.

Zum Schluss am Sonntag bekamen alle Anwesenden von Dr. Dickerhoff noch ein Bild mit auf den Weg – ein Klangschale. Angeschlagen oder gerieben, erzeugt sie einen wunderschönen Klang, ganz individuell, abhängig davon, wie sie gehalten wird, wo sie steht und wie, oder auch von wem, der Ton erzeugt wird.  Überfüllt man die Schale aber oder hält sie zu fest, dann klingt sie nicht mehr. Daher sollten alle auf „ihre“ Klangschale achtgeben, damit nie der eigene Klang verstummt.

 

Leben heißt:

  • Spannung spüren und aushalten,
  • die eigene Haltung finden
  • und Lassen lernen!

                                                   (H.Dickerhoff)

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