Am Ende wissen wie es geht

Über 60% aller Deutschen wünschen sich zu Hause zu sterben. Leider fühlen sich viele Angehörige diesem Wunsch und der damit verbundenen Versorgung nicht gewachsen. Der „Letzte Hilfe Kurs“ möchte Grundlagenwissen der Sterbebegleitung vermitteln.

In vier Modulen lernten 10 Teilnehmer*innen, Sterben als Teil des Lebens anzunehmen, Vorsorge zu treffen, Symptome auch ohne Medikamente zu lindern und Abschied zu nehmen.

So gab es in dem vierstündigen Kurs nicht nur viele theoretische Informationen, die beiden Kursleiterinnen ermöglichten den Teilnehmer*innen auch einen Überblick über ganz praktische Dinge, wie z.B. die Wirkung von Düften, beruhigenden Massagen oder was kann ich bei Atemnot tun.

Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Anleitung zur kreativen und unkonventionellen Mundpflege. Diese kann Sterbenden nicht nur quälende Mundtrockenheit ersparen, sondern  durch das Benetzen der Mundschleimhaut mit geliebten Geschmacksnoten auch letzte genussvolle Momente schenken. In Frage kommen hierfür neben Getränken wie z. B. Kaffee, Orangensaft, Sekt oder Bier auch Honigbutter oder Salami.

Die Teilnehmer*innen erfuhren, wie sich am Lebensende die Bedeutung von Essen und Trinken wandelt von dem, was das Leben erhält, zu dem, was das Sterben erschwert.

Zum Abschluss wurden tröstliche Rituale im Umgang mit Tod und Trauer vorgestellt und zur Einbeziehung von Kindern ermutigt.

In der Pause gab es die Möglichkeit zum Austausch und die verschiedensten Praxisgegenstände erklärt zu bekommen. Infomaterialien zu Adressen und Tipps lagen zum Mitnehmen bereit.

Alle Teilnehmer*innen fühlten sich am Ende des Nachmittags besser vorbereitet und waren sich einig, ein „Letzte Hilfe Kurs“ lohnt sich auf jeden Fall. Der nächste Kurs findet im Frühjahr 2021 statt. Über Fragen und Anmeldungen freut sich das DASEIN-Hospiz unter Telefon: 05021-889369 oder info@dasein-hospiz.de.

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