Sterbende begleiten lernen

Über 60% aller Menschen in Deutschland wünschen sich vertraute Umgebung und die Nähe lieber Menschen, in der Häuslichkeit, in den letzten Tagen und Stunden ihres Lebens. Immerhin einem Viertel der sterbenden Menschen kann dieser Wunsch erfüllt werden. Durch den Einsatz der Angehörigen, des sozialen Umfeldes, der palliativen Medizin und nicht zuletzt durch ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter.

Der Ausbildung dieser engagierten Menschen, die in ihrer Freizeit Sterbenden und ihren Familien zur Seite stehen widmet sich unsere Fensterdekoration. Sie zeigt den Weg der ein Jahr dauernden, 160 Stunden umfassenden Ausbildung zur Hospizbegleiterin/Hospizbegleiter.

 

Dir meiner Begleiterin

 

Dir die neben mir steht,

möchte ich etwas sagen.

Dich, die mich begleitet

möchte ich etwas fragen.

 

Ist das für dich so schwer

zu verstehen, warum ich dich

ständig frage: Wohin soll ich gehen?

 

Als ich jung war, wie du,

kannte ich meinen Weg,

ich musste niemanden fragen -

wann - wohin soll ich gehen?

 

Aber wie alles andere im Leben

ist ewig das Kommen und Gehen

ich bin einmal gekommen, jetzt muss

ich langsam gehen. Aus dem Grund

liebe Schwester versuch mich zu verstehen

mich und die Frage:

Wohin soll ich gehen?

 

Ich brauche keine Antwort,

ich brauche nur dich,

bleib bitte in meiner Nähe

lass mich nicht im Stich

 

(Unbekannt)

 

 

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