Vieles ist möglich

Eine Erdbestattung oder Urnenbegräbnis ist für viele, ja fast alle Menschen heute ein Begriff. Gibt es da aber auch noch andere Möglichkeiten?

Einige Begleiterinnen des DASEIN-Hospiz Nienburg wollten es genauer wissen. Herr Brinkmann, verantwortlich für die städtischen Friedhöfe in Nienburg, erläuterte auf den Friedhof Kräher Weg, dass viele verschiedene Arten der Bestattung möglich sind.

Bei einer sehr informativen Führung über das Friedhofsgelände wies Herr Brinkmann auf die Unterschiede der Bestattung verschiedener Glaubensrichtungen und Kulturen hin, auf neue, individuelle Möglichkeiten wie Ruhegemeinschaften und zeigte auch den immer größer werdenden Bereich  für anonyme Gräber. „Immer häufiger werden in den letzten Jahren Menschen anonym bestattet und die Hinterbliebenen vermissen doch häufig einen Anlaufpunkt für ihre Trauer“, erklärte Herr Brinkmann. Darum wurde eine Gedenkstätte mit Stelen für Namensschildchen gestaltet, an der Angehörige Blumen niederlegen oder einfach innehalten können. Auch mit der Nutzung der Andachtshalle ist die Verwaltung offen für neue Wünsche und Bedürfnisse in der Gestaltung von Trauerfeiern.

Im Anschluss an diese interessante Führung besuchten die Hospizbegleiterinnen noch den jüdischen Friedhof an der Mindener Landstraße und waren beeindruckt von den zum Teil sehr alten und mit viel Liebe gestalteten Grabsteinen, die Zeugnis geben über eine lange Tradition jüdischen Lebens im Raum Nienburg.

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