12. Hospiz- und Palliativtag

Erstmals fand nach der Pandemie der über die Kreisgrenzen bekannte Hospiz- und Palliativtag wieder in Nienburg statt. Dabei musste die Veranstaltung kurzfristig ins Quaet-Faslem-Haus umziehen, weil in den geplanten Räumen ein Wasserschaden eine Nutzung unmöglich machte. Dem Museum Nienburg auch auf diesem Wege nochmals besonderen Dank für die unkomplizierte Hilfe.

Über 60 Teilnehmende begrüßten der Palliativstützpunkt und DASEIN-Hospiz Nienburg sowie der Hospizverein DASEIN-Hoya zu der Tagesveranstaltung unter der Schirmherrschaft von Nienburgs Bürgermeister Herrn Wendorf.

Im Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht den Paragrafen zum Verbot der geschäftsmäßigen Beihilfe zur Selbsttötung für nichtig erklärt. „In dem Urteil, das selbst die Fachwelt in seiner Eindeutigkeit überraschte, wird auch eine gesetzliche Neuregelung des assistierten Suizids angeregt“, erklärte die Referentin des Tages Dr. Arnold-Krüger vom Zentrum für Gesundheitsethik Hannover.

Diese Neuregelung sei im Prozess, werde jedoch noch im Bundestag diskutiert, so befänden sich nicht nur Ärztinnen und Ärzte, sondern auch Kranke und Angehörige in einer Situation der Unsicherheit. Denn eine Erkrankung, die keine Chance auf Heilung mehr zulässt, eine Diagnose, in der von palliativer Behandlung die Rede ist, unerträgliche Schmerzen, all das sind Situationen, in denen sich Patientinnen und Patienten wünschen der Tod möge sie erlösen. Es kommen Gedanken an Suizid und an assistierten Suizid.

Nach einem sehr interessanten und informativen Vortag am Vormittag, beantwortete Frau Dr. Arnold-Krüger am Nachmittag Fragen zu dem Thema und stellte anhand von Fallbespielen die problematische Situation zur Diskussion.

Neben dem fachlichen Austausch findet auch immer das informelle Miteinander im Kreis Hospizlerinnen und Hospizler besonderen Anklang, die auch die gute Arbeit des Vorbereitungsteams lobten. 

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